Podcastgast bei "Gans Normal Vegan"

9. April 2026

Janine Bahr- van Gemmert 
Statement im Podcast 
"Gans Normal Vegan"

Robbenzentrum Föhr Podcastgast bei Gans Normal vegan

Janine berichtet über die Arbeit im Robbenzentrum und Tierhuus auf Föhr.

 

Themen sind: Meeressäuger, Fischerei, Umwelt und vieles mehr!


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Beschreibung der Podcastfolge:


Janine Bahr-van Gemmert. Was soll ich euch über Janine erzählen? Ich möchte es so sagen: Sie ist für mich eine Heldin. Sie ist einer dieser Menschen, die absolut authentisch, mit Herzblut, Leidenschaft und einem Engagement, das seinesgleichen sucht, für Tiere da sind. Und wenn ich sage „24 Stunden am Tag“, dann meine ich genau das. Egal, ob sie dafür eine Veranstaltung verlassen muss oder ob sie – wie heute – das Interview mehrfach verschieben muss, weil Tiere in Not geraten sind: Sie ordnet alles andere unter. Genau dafür schätze ich sie so sehr. Für uns alle bedeutet das: Diese Folge ist kürzer geworden als üblich. Und dennoch steckt so viel darin! Viele Menschen haben die Walstrandung von „Timmy“ verfolgt. Das ist jedoch kein Einzelfall. Immer wieder stranden Tiere – erst letzte Woche wurde Janine zu einem Fall gerufen, bei dem ein Schweinswal Hilfe benötigte. Als Tierärztin versorgt sie regelmäßig Meeressäuger mit Verletzungen, die auf Schleppnetzfischerei und Müll im Meer zurückzuführen sind. Ihr Plädoyer für ein Ende der Fischerei und der Vermüllung der Meere ging mir direkt unter die Haut.

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Der gestrandete Wal „Timmy/Hope“ bewegt gerade viele Menschen – und im Hintergrund passiert sehr viel. Wenn ein Tier dieser Größe und Sensibilität in Not gerät, ist das kein „kurzer Einsatz“, sondern eine enorme Herausforderung: für Helfer, Tierärzte und Organisationen wie das Robbenzentrum Föhr, das bei der privaten Rettungsaktion von Hope beteiligt ist. Jede Entscheidung muss schnell getroffen werden – und gleichzeitig gut überlegt sein. Was man hier sieht, ist Einsatz unter schwierigen Bedingungen: Kälte, Wasser, Zeitdruck – und die Hoffnung, einem einzelnen Tier noch eine Chance zu geben. Nicht jeder Einsatz endet so, wie man es sich wünscht. Aber genau deshalb ist diese Arbeit so wichtig – und verdient Respekt.
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4. April 2026
Am Sonntagmorgen, den 22.03., erreichte uns ein Notruf: Eine aufmerksame Radfahrerin entdeckte nahe des Deiches einen Schweinswal in Not . Der Meeressäuger war gestrandet und steckte tief im Schlamm fest. Das Robbenzentrum wurde sofort alarmiert und ein Team machte sich ein Bild der Lage. Die Haut des Tieres drohte auszutrocknen , was zu schweren Verletzungen führen kann. Auch eine lebensgefährliche Überhitzung wäre ohne schnelle Hilfe möglich gewesen. Mit speziellem Equipment zur Feuchthaltung konnte der Wal aus dem Watt geborgen werden. Anschließend zählte jede Minute: Der Schweinswal wurde schnellstmöglich in tiefere Gewässer gebracht und wieder freigelassen . Er begann sofort zu schwimmen und zog sich zur Erholung ins Wyker Hafenbecken zurück. Dort wurde er weiterhin dauerhaft durch das Team beobachtet, bis er schließlich wieder ins offene Meer hinausschwamm. Dieser Einsatz zeigt erneut, wie sensibel Schweinswale auf ihre Umwelt reagieren. Nur wenn ihr Ökosystem intakt ist, können sie sich zuverlässig orientieren. Umso schöner, dass dieses Tier gerettet wurde! Wir wünschen Quinn ein langes und erfülltes Leben!